Preisträger des Jahres 2011 ist das
Internationale Frauencafe Nürnberg
Das internationale Frauencafé hat sich Flüchtlingsfrauen und ihren Kindern in Nürnberg angenommen. Es vertritt ihre Interessen und leistet unverzichtbare Lobbyarbeit, um ihre Situation zu verbessern. Erste Anlaufstelle für die Flüchtlingsfrauen ist das Frauencafé in der Villa Leon. An diesem Ort können die Frauen Kontakte knüpfen, sich austauschen, die Mitarbeiterinnen des Projekts kennenlernen und sich ihnen anvertrauen. Vielseitig ist das Hilfeangebot des Projekts: Die Mitarbeiterinnen beraten zu Fragen des Asyl- und Aufenthaltsrechts, zu frauenspezifischen Fluchtgründen und beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten. Sie geben Deutschkurse, helfen bei behördlichen Angelegenheiten, beim Verstehen und Ausfüllen von notwendigen Formularen.
Das Internationale Frauencafé versteht sich als politisches und feministisches Projekt.

Der Kreisverband Nürnberg der Grünen verleiht seit 1992 alle zwei Jahre den Lina-Schneider-Preis für herausragendes Engagement zur Wahrung menschenwürdiger Lebensumstände. Dieser Preis, der in Gedenken an dessen Stifterin Lina Schneider so genannt wird, soll benachteiligten BürgerInnen in Nürnberg helfen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.
Lina Schneider war eine einfache, normale Nürnberger Bürgerin, die aus eher ärmlichen Verhältnissen stammte. 1917 bei Hoff geboren, lebte sie seit ihrer Kindheit in Nürnberg. Lina Schneider stammte aus einer Arbeiterfamilie, war beruflich als Innendekorateurin erfolgreich tätig und besaß ein lebhaftes Interesse am politischen Tagesgeschehen. Obwohl sie nie Mitglied der grünen Partei wurde, vermachte sie, als sie 1990 im Alter von 73 Jahren starb, einen Teil ihres Vermögens ohne Zweckbindung den Nürnberger Grünen.
Da sie Angehörigen zufolge hauptsächlich das soziale und ökologische Engagement unserer Partei schätzte, entschied sich der damalige Vorstand dafür, das Geld in einer Stiftung anzulegen und damit Projekte zu unterstützen, die vermutlich im Sinne der Erblasserin wären.
Der Preis ist mit 1000 € dotiert.
| 1992 | „Leben in Verantwortung“ (Verein zur Betreuung alter Menschen) |
| 1994 | Die beiden aufrechten Demokratinnen Kunigunde Schumann und Eva Rössner |
| 1996 | Lilith e.V., Verein zur Unterstützung von Frauen mit Drogenproblematik |
| 1998 | Das „Nürnberger Energiewendebündnis“ |
| 2000 | Straßenambulanz von Bruder Martin |
| 2002 | Mädchentreff St. Leonhard |
| 2004 | DEGRIN e.V. |
| 2006 | Hepatitis C Selbsthilfegruppe und Beratungsstelle Nürnberg |
| 2009 | Bündnis Nein zur Flughafen-Nordanbindung! |